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Bredlsport Oberland e. V. | Kurzportrait

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Warum das Oberland?

Boardsport im Oberland findet nicht an einem einzigen Ort statt. Er lebt im Skatepark, in der Trainingshalle, auf gemeinsamen Ausfahrten und im Winter am Berg. Bredlsport Oberland verbindet diese Orte und vor allem die Menschen, die dort gemeinsam fahren.

Skateboarding, Snowboarding und andere Freestyle-Sportarten sind für uns keine voneinander getrennten Welten. Uns verbindet das Brett unter den Füßen, die Freude daran, etwas Neues zu lernen, und der Wille, die Bedingungen für unsere Sportarten selbst mitzugestalten. Bredlsport bringt Anfänger und erfahrene Rider, Kinder und Erwachsene sowie aktive Sportler und ehrenamtliche Organisator zusammen. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Freiheit, gegenseitiger Support und eine lebendige Boardsport-Community im Oberland. Wenn man den Marketingsprech weglässt, bedeutet #weilesummehralsgeldgeht für uns genau das: gemeinsam Zeit und Energie in etwas zu investieren, das es ohne dieses Engagement nicht geben würde.

 

Bredlsport Oberland e. V. - Skatepark Bad Tölz, Skateboarding als Sommersport
Bredlsport Oberland e. V. - Skatepark Bad Tölz

Was macht Bredlsport Oberland konkret?

Ein zentraler Bestandteil unserer Skateboardarbeit sind die regelmäßigen Open Skate Sessions im Skatepark am Eisstadion in Bad Tölz. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Vereinsmitglieder. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können ohne Anmeldung vorbeikommen. Wer noch kein eigenes Skateboard oder keine Schutzausrüstung besitzt, kann das notwendige Material kostenlos beim Verein ausleihen. Damit schaffen wir einen möglichst einfachen Einstieg ins Skateboarding. Niemand muss bereits Tricks können, jemanden aus der Szene kennen oder sich langfristig verpflichten. Man kann zunächst einfach vorbeikommen, ausprobieren und Teil der Session werden. Mit dem Oberland Jam organisiert der Verein außerdem einen offenen Treffpunkt für die regionale Skateboard-Szene. Kids Sessions, Run-Formate, Best-Trick-Wettbewerbe sowie Street- und Bowl-Skateboarding gehören ebenso dazu wie Musik, Verpflegung und das gemeinsame Abhängen am Skatepark. Der Eintritt ist frei. Der Jam soll kein abgeschlossenes Vereinsevent sein, sondern ein Tag für die gesamte lokale Szene.

 

Auch außerhalb des Skateparks organisiert Bredlsport Trainingsangebote, Hallensessions und gemeinsame Ausfahrten. Dabei geht es nicht ausschließlich um Leistungssteigerung. Der Verein verzichtet bewusst auf ein starres Trainingsverständnis und möchte eine Atmosphäre schaffen, in der jede Person ihr eigenes Tempo bestimmen kann. Skateboarden, Wakeboarden, Snowboarden, Trampolintraining und weitere Bewegungsformen ergänzen sich und eröffnen Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Zugänge zum Boardsport.

D.i.y. heißt auch Verantwortung übernehmen

Ein Beispiel dafür, was eine Community aus eigener Kraft aufbauen kann, ist der vereinseigene BREDLPARK an der Kotalm am Brauneck. Der Snowpark besteht aus mehreren Boxen und Rails, einem Kicker sowie einem rund 100 Meter langen Seillift. Aufbau, Wartung, Pflege und Betrieb werden von ehrenamtlichen Helfer des Vereins übernommen. Die Finanzierung gelang unter anderem durch eine Crowdfunding-Kampagne, bei der gemeinsam 6.000 Euro gesammelt wurden. Der Park zeigt, was möglich wird, wenn eine Szene nicht nur fordert, sondern selbst plant, finanziert, baut und Verantwortung für den laufenden Betrieb übernimmt. Langfristiges Ziel ist es, den BREDLPARK gemeinsam mit den örtlichen Partnern noch breiter und einfacher zugänglich zu machen.

Zu dieser Verantwortung gehört für uns auch, Kinder- und Jugendarbeit ernst zu nehmen. Nachwuchs-Trainer werden nicht nur sportlich begleitet, sondern beschäftigen sich auch mit Erster Hilfe, Unfallmanagement und Sicherheit im alpinen Gelände. Bei der Kids Snowboard Tour werden junge Fahrer spielerisch an Sprünge, Boxen und unterschiedliche Fahrtechniken herangeführt. Gleichzeitig sorgen zahlreiche ehrenamtliche Helfer dafür, dass Veranstaltungen, Verpflegung und Betreuung funktionieren. Respekt, Toleranz und gegenseitige Unterstützung sind dabei keine Zusatzangebote, sondern die Grundlage unserer Vereinsarbeit. Diskriminierendes und unsportliches Verhalten hat in unserer Community keinen Platz.

Bredlsport Oberland e. V. - Bredlpark Snowpark Vereinsgelände

Was macht unsere Community aus?

Bredlsport Oberland e. V. - Ausfahrten im Winter

Bei Bredlsport muss nicht jede Person dieselbe Rolle übernehmen. Manche stehen fast jeden Tag auf dem Board. Andere helfen beim Aufbau eines Events, betreuen eine Session, organisieren eine Ausfahrt, bauen Obstacles, kümmern sich um Fördermittel oder unterstützen den Verein als Sponsor.

Entscheidend ist nicht, wie hoch jemand olliet, sondern ob die Person bereit ist, etwas zur gemeinsamen Sache beizutragen. Wer bereits Erfahrung besitzt, gibt sie weiter. Wer neu dazukommt, wird nicht aussortiert, sondern mitgenommen. Und wer eine Idee hat, soll die Möglichkeit bekommen, sie gemeinsam mit anderen umzusetzen.

Genau darin liegt für uns der Unterschied zwischen einer losen Szene und einer tragfähigen Community: Wir fahren nicht nur gemeinsam. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Boardsport im Oberland stattfinden und weiterwachsen kann.

Wo wollen wir in 20 Jahren stehen?

In 20 Jahren möchten wir eine stabile und möglichst ganzjährig nutzbare Boardsport-Infrastruktur im Oberland sehen. Dazu gehören zeitgemäße Skateparks, wetterunabhängige Trainingsmöglichkeiten, offene Sessions und Anlagen, deren Planung sich tatsächlich an den Bedürfnissen der lokalen Szene orientiert.

Kinder, die heute bei einer Open Session zum ersten Mal auf einem Skateboard stehen, sollen später selbst Sessions leiten, Veranstaltungen organisieren, Nachwuchs begleiten oder Verantwortung im Verein übernehmen können. Nicht jede Person muss in den Leistungssport gehen. Aber jede Person sollte die Möglichkeit haben, ihren eigenen Weg im Boardsport zu finden.

Unser Ziel ist deshalb nicht, aus einer freien Kultur einen klassischen Vereinssport zu machen. Wir wollen verlässliche Strukturen schaffen, ohne die Offenheit, Eigeninitiative und Kreativität der Szene zu verlieren.

Lokal verwurzelt, bayernweit vernetzt – ohne die Herkunft aus der Szene zu verlieren.

Viele Crews und Vereine stehen früher oder später vor ähnlichen Aufgaben: Gespräche mit Kommunen, Planung und Modernisierung von Skateparks, Finanzierung, Förderanträge, Haftungsfragen, Veranstaltungen, Nachwuchsarbeit und die Qualifizierung von Trainer. Wenn jede lokale Initiative diese Themen alleine lösen muss, gehen viel Wissen, Energie und Zeit verloren. Unter dem gemeinsamen Dach von Skateboard Bayern können Erfahrungen geteilt, erfolgreiche Modelle weitergegeben und lokale Anliegen auf Landesebene sichtbarer gemacht werden.

Das Ziel darf dabei nicht sein, alle Vereine und Crews gleichzumachen. Die Stärke liegt gerade in den unterschiedlichen lokalen Szenen. Ein gemeinsames Netzwerk kann diese Eigenständigkeit erhalten und ihr gleichzeitig mehr Gewicht verleihen.

Bredlsport Oberland bringt in dieses Netzwerk Erfahrungen aus niedrigschwelliger Nachwuchsarbeit, offenen Sessions, regionalen Events, vereinseigener Infrastruktur und der Verbindung unterschiedlicher Boardsportarten ein. Andere Vereine bringen andere Kompetenzen mit. Wenn dieses Wissen zusammenkommt, müssen neue Initiativen nicht jedes Mal bei null anfangen. Skateboard Bayern kann so zu einer Struktur werden, die lokale Szenen nicht ersetzt, sondern stärkt: durch Wissen, Sichtbarkeit, Qualifizierung, politische Ansprechpartner und eine gemeinsame Stimme für Skateboarding in allen sieben Regierungsbezirken.

 

 

Credits: @Bredlsport Oberland e.V
Website: bredlsport.de
Instagram: @bredlsportoberland_ev

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